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Sep 18

Gluten und Zöliakie

Gluten und Zöliakie

Oftmals wird es uns nach dem Essen von Brötchen, Brot oder auch Nudeln unwohl. Wir fühlen uns aufgebläht und es zwickt und zwackt an allen Enden. Dieses Unwohlsein kann eine direkte Ursache der im Mehl enthaltenen Stoffe sein, insbesondere ist dies dem sogenannten Gluten oder Klebereiweiß zuzuschreiben. Dieser Eiweißstoff, der in den meisten Getreidesorten, wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer etc. vorkommt, ist ein natürlicher Bestandteil des Korns. Durch den industriellen Anbau und die Veränderungen in der Struktur und den Genen des Getreides hat sich in den letzten Jahrzehnten der Glutenanteil im Getreide vermehrt.
Aus diesem Grund verstärken sich auch Allergien und Abwehrerscheinungen, vor allen in den letzten Jahren. Außerdem ist Gluten nicht nur in den Gebäckarten enthalten, sondern auch in vielen anderen Nahrungsmitteln als Zusatzstoff.
Glutenunverträglichkeit äußerst sich in Beschwerden, die den Magen – und Darmtrakt betreffen. Durchfall, starke Bauchschmerzen, einen aufgeblähten Bauch und Übelkeit gehen einher mit Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. Aber auch viele andere Beschwerden können durch eine Glutenallergie ausgelöst werden. Diese Beschwerden werden oft gar nicht in Bezug auf eine Glutensensitivität gesetzt, z.b. Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen oder Kribbeln in Armen. Oft leiden Patienten sehr lange unter diesen Symptomen, bevor man die richtige Diagnose stellt, da die Symptome sogar psychischer Natur sein können. Wer denkt schon bei Gemütsschwankungen und Konzentrationsstörungen schon an Glutenallergie?

Weissbrotzopf

Weissbrotzopf

Da bei der Autoimmunkrankheit Zöliakie die gleichen Symptome auftreten, wie bei einer Unverträglichkeit, ist beides nicht immer leicht zu unterscheiden. Bei der Zöliakie ist jedoch zu beobachten, dass durch die Veränderungen im Dünndarmbereich – durch Antikörper welche die Darmzotten angreifen und Entzündungen in den Darmfalten verursachen – schwerste Symptome vorhanden sind. Bei dem vorhanden sein einer Zöliakie dürfen auf keinen Fall Nahrungsmittel die Gluten enthalten verzehrt werden. Schon die kleinste Spur von Weizenmehl kann ein erneuter Auslöser einer Darmentzündung werden. Die Zöliakie kann vererbt werden. Oftmals treten die Symptome schon im Kleinkindalter auf. Bevorzugt nach dem Abstillen, wenn Kinder anfangen auch Nudeln und Brot zu essen. Anfangs können die Symptome nicht klar zugeordnet werden. Die Kinder sind jedoch meistens schmächtig und sehr sensibel. Da im Kindesalter Durchfälle und auch Bauchschmerzen nicht so unüblich sind, kommt man oft sehr spät zu der Diagnose einer Zöliakie. Aber auch in jedem Alter kann es zu einer plötzlichen Erkrankung kommen.
Diagnostiziert wird die Zöliakie über einen Bluttest und dann über eine Dünndarmuntersuchung in Form einer Biopsie. Ist das Ergebnis positiv und erfolgt eine Ernährungsumstellung, indem man auf glutenfreie Nahrung umstellt, dann verschwinden die Beschwerden sehr schnell. Die Anlage zur Zöliakie wird jedoch bleiben, d.h. also, man muss sein Leben lang auf Gluten verzichten. Eine medikamentöse Behandlung ist nicht notwendig.
Bei der Auswahl der Produkte muss man vorsichtig sein. Denn auch von Natur aus glutenfreie Produkte wie Fisch, Eier oder Gemüse können bei der Weiterverarbeitung mit Mehlen etc. oder überhaupt glutenhaltigen Stoffen in Berührung kommen. Bereits 2005 hat der Gesetzgeber die Hersteller der Glutenfrei-Produkte verpflichtet diese zu kennzeichnen. Beim Kauf sollte man auf die durchgestrichene Ähre achten um sicher zu gehen, dass nicht die geringste Spur von Gluten enthalten ist.

Bettina Ehrling

www.wir-sind-dann-mal-gesund.de
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